Herzlich Willkommen
Archiv

1982/83 Die Räuber am Glockenhof

Die Räuber am Glockenhof

Eine tirolische Historie in 8 Bildern von Rudolf Brix

Neu eingerichtet und bearbeitet von Toni Bichler
Spielzeit 1982/83

Die Sage von den Räubern am Glockenhof reicht bis ins Mittelalter zurück. Im Jahre 1785 schrieb der damalige Wiltener Stiftsarchivar Franz Danner eine Familienchronik des Haller Geschlechtes der Wopfner, worin erstmals über die Räubersage berichtet wird. Danach soll der Hof im vorderen Volderwald, der über dem gotischen Haustor eine Glockenform als Zunftzeichen trägt, vor langer Zeit einem kunstreichen Glockengießer gehört haben, der mit seinen Gesellen ein Doppelleben führte. Während sie tagsüber ihr ehrliches Handwerk betrieben, überfielen sie in den Nächten durchreisende Kaufleute, beraubten und ermordeten sie. Die Leichen wurden im nahe liegenden Wald vergraben.
Sie nannten diesen versteckten Ort das „Rosengartl“.

Aber ihr dunkles nächtliches Treiben wurde entdeckt und die verbrecherischen Glockengießer hingerichtet. Der Meister habe sich – so die Sage – die Gunst erbeten, vor seiner Exekution eine Glocke gießen zu dürfen, deren erste Klänge ihn dann zum Tod geleiteten.
Heute ziert das Haus im Volderwald noch eine poetische Darstellung dieses Geschehens.